|
Der Japaner Mikao Usui lebte von 1865 bis 1926. Als Anhänger des
Tendai-Buddhismus lernte er, als er jung war, in dem buddhistischen
Tendai-Tempel, der auf dem Berg Kurama steht, Kiko (chin. „Qi
Gong“). Mikao Usui war ein gelehrter Mann, der sich unter anderem
in verschiedenen Religionen und Philosophien auskannte und auch westliche
Länder sowie China bereiste. Er hatte mehrere Berufe und vielfältige
Begabungen. Trotzdem hatte er wenig Glück in seinem Leben. Deshalb
beschloss er Zen zu praktizieren um zu einer unerschütterlichen
inneren Ruhe zu gelangen. Aber selbst nach drei Jahren hatte er die
Erleuchtung noch nicht gefunden. Verzweifelt beriet er sich mit einem
Zen-Meister. Dieser sagte ihm, dass er sterben müsse. Überzeugt
davon, dass er am Ende seines Lebens sei, stieg er auf den heiligen
Berg Kurama. |
Dort meditierte und fastete er 21 Tage. Am letzten Tag spürte er
eine starke Energie in seinen Kopf eindringen. Er verlor sein Bewusstsein.
Als er erwachte, fühlte er in sich die heilende spirituelle Kraft
(REIKI) und sein Einssein mit dem gesamten Universum. Er entdeckte,
dass er heilende Kräfte erhalten hatte und wandte seine neuen Fähigkeiten
zuerst bei sich selbst an, dann bei seiner Familie. Da es bei allen
Leiden half, eröffnete er in Tokio eine REIKI-Praxis und lehrte
seine Methode in ganz Japan. Die Gesellschaft der Usui-Reiki-Heilmethode
(Usui Reiki Ryôhô Gakkai), die von Mikao Usui 1922 gegründet
wurde, existiert noch heute in Japan. Er entwickelte drei Ausbildungsgrade.
Was bei uns im Westen dem ersten Grad entspricht, ist in Japan Shoden
(Eingangsstufe) genannt. Den Fähigkeiten des Reiki-Praktizierenden
entsprechend wurde er in einen höheren Rang aufgenommen. Ein Shoden-Schüler
wurde zu Beginn dem 6. Rang zugeordnet. Konnte der Schüler die
Krankheitsschwingung (Byôsen) aufspüren, wurde er in den
5. Rang aufgenommen. Wurden die Hände des Schülers intuitiv
sofort zur Krankheitsschwingung geführt, erhielt er den 4. Rang.
Den 3. Rang bekam ein Schüler wenn seine Heilkraft ein hohes Niveau
erreicht hatte. Erst wer den 3. Rang erworben hatte konnte Okuden (innere
Lehre / Lehre der Tiefe) lernen, welcher in zwei Hälften aufgeteilt
wurde. Dieser Grad entspricht dem westlichen 2. Grad. Shinpiden (geheimnisvolle
Lehre), der dem westlichen 3. Grad entspricht, wurde nur selten an Auserwählte
weitergegeben. Mikao Usui selbst hatte nur ca. 21 Schülern Shinpiden
übermittelt. Jemand,
der Shinpiden erworben hatte, konnte die Berechtigung erhalten die Reiki-Methode
beruflich auszuüben und er durfte dem Lehrer assistieren.
Unter den
von Mikao Usui ausgebildeten REIKI-Lehrern war auch Dr. Chujiro Hayashi,
der nach dem Tode Mikao Usuis selbst eine REIKI-Praxis eröffnete.
Dr. Hayashi bildete u.a. die auf Hawaii lebende Frau Hawayo Takata als
Lehrerin aus, durch die sich die Reiki-Methode in den 1950 ger Jahren
auch in den USA ausbreitete. Auch in Europa verbreitete sich die Methode
in den 1950er Jahren sehr schnell. Mittlerweite praktizieren viele Millionen
Menschen auf der ganzen Welt die Reiki-Methode.
|